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Kampagne »100% Liebe – 0% Alkohol«

Illustration: Schwangere Paare und Familien in verschiedenen Situationen, Text: "Vor, in und nach der Schwangerschaft: 100 % Liebe. 0 % Alkohol."

Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) sind eine Gruppe von Erkrankungen, die durch den Konsum von Alkohol während der Schwangerschaft verursacht werden und die Entwicklung des Ungeborenen erheblich beeinträchtigen können. 

Befragungen zufolge konsumieren mehr als 20 Prozent der Schwangeren Alkohol. Obwohl das Wissen um die Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft inzwischen groß ist, hören Schwangere noch immer Sätze wie »Ist doch nur zum Anstoßen.«, »Ein Glas schadet nicht.« Doch auch geringe Mengen Alkohol können zu dauerhaften Schäden führen.

In Deutschland werden jedes Jahr rund 10.000 Kinder mit FASD geboren. Zugleich ist die Dunkelziffer vermutlich deutlich höher, da Diagnosen häufig nicht oder erst spät gestellt werden. Dabei ist FASD ein gesamtgesellschaftliches Problem, unabhängig von sozialer Schicht und Bildungsniveau.

Die Kampagne des Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) adressiert deswegen nicht nur werdende Mütter, sondern ebenso deren Umfeld: Väter, Freundinnen und Freunde, Verwandte, Kolleginnen und Kollegen, eine breite Öffentlichkeit.

Die Kampagne soll die Aufmerksamkeit für das Thema FASD erzeugen, die Botschaft »100% Liebe – 0% Alkohol« vertiefen und bestenfalls als Haltung in der Öffentlichkeit verankern. Ihr Ziel ist Verhaltensprävention: die Umstände einer Schwangerschaft positiv zu beeinflussen durch eine empathische und nachhaltige Ansprache. Die Kampagne endet am 9. September, dem Tag des alkoholgeschädigten Kindes. 

Alkohol in der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben. Im schlimmsten Fall kommt das Kind mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung zur Welt und ist ein Leben lang auf Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig ist FASD zu 100 % vermeidbar.

Gesundheitsministerin Petra Köpping

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