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Wo gibt's Unterstützung?

Für Schwangere (oder Personen mit Kinderwunsch) gibt es in Sachsen ein gut ausgebautes und professionelles Hilfsnetzwerk. Alle Angebote sind kostenlos, vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht.

1. Staatlich anerkannte Schwangerschaftsberatungsstellen

Der Freistaat Sachsen fördert ein plurales und wohnortnahes Netz von Schwangerschaftsberatungsstellen. Sie sind oft die erste und unkomplizierteste Anlaufstelle für ein entlastendes, wertschätzendes Gespräch. Im Rahmen psychosozialer Beratung bieten sie auch Unterstützung bei Zweifeln und Ängsten im Zusammenhang mit der Schwangerschaft. Die qualifizierten Fachkräfte stehen Ihnen bei Fragen rund um eine Schwangerschaft beratend zur Seite und informieren Sie zudem über Themen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung sowie zu allgemeinen sozialen und wirtschaftlichen Fragen und finanziellen Hilfen.

2. »Frühe Hilfen« und Familienhebammen

Illustration einer lächelnden weiblichen Hebamme mit Stethoskop und einer braunen Tasche, mit der Aufschrift: »Hey, du bist nicht allein ...«

Sollten sich werdende Mütter angesichts der neuen Situation überfordert fühlen und Unterstützung benötigen, können Angebote der Frühen Hilfen in Anspruch genommen werden. Diese Angebote werden von den Netzwerken für präventiven Kinderschutz und Frühe Hilfen vorgehalten und existieren in allen sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten Dazu zählen zum Beispiel die aufsuchende präventive Arbeit bzw. Lotsendienste für (werdende) Eltern, welche umfassend über Beratungs- und Unterstützungsangebote im örtlichen Einzugsbereich informieren und bei Bedarf weitervermitteln. Ein weiterführendes Angebot sind speziell ausgebildete Familienhebammen oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen. Sie kommen direkt nach Hause und unterstützen werdende Eltern ganz praktisch und ohne moralischen Druck dabei, den Alltag stabil und gesundheitsfördernd für das Kind vorzubereiten und zu strukturieren. Bei Bedarf können sie die Familien nach der Geburt des Kindes noch bis zu einem Jahr weiter betreuen. Ansprechpartner finden Sie über die jeweiligen Jugend- und Gesundheitsämter der Landkreise.

3. Medizinische Unterstützung und Selbsthilfe

Wenn bereits im Vorfeld spezifische Fachfragen zu FASD im Raum stehen oder die Sorge bezüglich eines bereits erfolgten Konsums groß ist, wenden Sie sich an Ihre Gynäkologin, ihre Haus- oder Kinderärztin.

4. Suchtprävention

In Sachsen stehen Ihnen spezialisierte Landesstellen, Koordinatoren und Verbände zur Seite, die Aufklärung zum Thema Sucht betreiben, Fachkräfte schulen und Ratsuchende unterstützen.

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